{"id":1,"date":"2016-01-11T05:45:50","date_gmt":"2016-01-11T05:45:50","guid":{"rendered":"http:\/\/fredenhagen.net\/blog\/?p=1"},"modified":"2016-10-23T13:13:46","modified_gmt":"2016-10-23T13:13:46","slug":"hello-world","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fredenhagen.net\/blog\/?p=1","title":{"rendered":"Kroatien-T\u00f6rn 2016"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_46\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-46\" class=\"wp-image-46 size-full\" src=\"https:\/\/fredenhagen.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Segeln_2016_Skradin-e1477155876806.jpg\" alt=\"Segeln 2016 Skradin\" width=\"640\" height=\"480\" \/><p id=\"caption-attachment-46\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Beat 2016<\/p><\/div>\n<p>Mein erster T\u00f6rn als Skipper \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Nach nun mehreren Jahren als Mitsegler mit SKS-Schein habe ich mich dieses Jahr entschlossen selbst zu skippern. Hintergrund dieser Entscheidung war, dass ich die letzten beiden T\u00f6rns kaum zum Lernen und Vervollkommnen meiner F\u00e4higkeiten bei der Schiffsf\u00fchrung nutzen konnte. Besonders mein letztj\u00e4hriger T\u00f6rn im Solent, der als Skippertraining ausgeschrieben war, war aus versicherungstechnischen Gr\u00fcnden &#8220;OHNE&#8221; Hafenman\u00f6ver.<br \/>\nAlso war es an der Zeit nun selbst die Verantwortung zu tragen. Eine Crew kam trotz meiner nicht vorhandenen Skippererfahrung zusammen und ich beschloss auch meinen Sohn mitzunehmen. Die Crew bestand aus 4 erwachsenen M\u00e4nnern mit unterschiedlichen Segelkenntnissen:<\/p>\n<ul>\n<li>Markus, einen Segler mit SKS-Schein und vielen Meilen (wesentlich mehr als ich)<\/li>\n<li>Steff, einen Binnen-\/Jollensegler<\/li>\n<li>Matscher, der schon einen T\u00f6rn als Mitsegler absolviert hatte (bei dem ich auch als Mitsegler dabei war)<\/li>\n<li>Beat, der sporadisch auf Binnenseen mitgesegelt ist und im letzten Jahr eine Hausboot-Tour gemacht hat<\/li>\n<li>Peer, Leichtmatrose und mein Sohn<\/li>\n<\/ul>\n<p>Also begann ich mich um ein Schiff, um das Fahrtgebiet und das Aufsetzen einer Mitsegelvereinbarung zu k\u00fcmmern. F\u00fcr den Vercharterer fiel meine Wahl auf <a href=\"http:\/\/www.pitter-yachting.ch\">Pitter Yachting<\/a>, wo ich von Alain Nadler super betreut wurde. Und damit war das Fahrtgebiet auch schon klar: Kroatien. Zuerst wollte ich die Kvarner Bucht erkunden, da aber die Anreise dahin mit Umsteigen verbunden gewesen w\u00e4re, entschied ich ein Revier in der N\u00e4he von Split auszusuchen. Und da ich die Inseln s\u00fcdlich von Split schon zusammen mit Matscher befahren habe, sollte es nun die Inselwelt der Kornaten werden. Bei Pitter fand ich ein, wie mir schien, vern\u00fcnftiges Schiff zu einem guten Preis: die <a href=\"http:\/\/www.pitter-yachting.ch\/at\/yacht\/Elan-434-Impression-Maria-II\/101171\/\">Maria II<\/a>. Dann erkundete ich auf <a href=\"http:\/\/map.openseamap.org\">OpenSeaMap<\/a> und mit einem Hafenhandbuch von Beat m\u00f6glich T\u00f6rnziele und schnell war aus den vielen H\u00e4fen, Buchten und Konobas eine Route zusammengestellt. Es sollte zuerst nach Skradin und den Krka-Wasserf\u00e4llen gehen. Von dort dann die n\u00e4chste Etappe nach Primo\u0161ten und dann weiter in eine der vielen Buchten der Insel Kornat. Von dort zur Nachbarinsel Dugi Otok in die Bucht Tela\u0161\u0107ica. Als n\u00e4chsten Ziel dann nach Murter und zur\u00fcck zum Ausgangshafen \u0160ibenik. Diese vorl\u00e4ufige Route habe ich dann auch beim Crewtreffen Markus, Steff und Beat pr\u00e4sentiert. Bei diesem Treffen sprachen wir dann auch \u00fcber die Erwartungen und es wurde schnell klar, dass der Schwerpunkt Segeln und gut Essen sein sollte. Ich recherchierte noch Packlisten und eine Checkliste f\u00fcr die \u00dcbernahme der Yacht. Ich war aufgeregt und auch ein bisschen nerv\u00f6s, da es ja heisst, dass man als Skipper mit einem Bein im Gef\u00e4ngnis steht, da man ja die Verantwortung f\u00fcr die ganze Crew hat.<br \/>\nDann begann das Packen und ich nahm auch die Seemannschaft, Handbuch f\u00fcr den Yachtsport und mein Navi-Besteck aus der Ausbildung mit. Wie sich an Bord rausstellte, h\u00e4tte ich diese Sachen zu Hause lassen k\u00f6nnen ebenso wie meine Ferienlekt\u00fcre &#8220;Die 13 1\/2 Leben des K\u00e4pt&#8217;n Blaub\u00e4r&#8221;, da dass Schiff gut ausger\u00fcstet war und ich keine Zeit zum Lesen fand. Aber das ich mein \u00d6lzeug trotz geplanten Sch\u00f6nwettersegelns eingepackt habe war schlussendlich eine gute Entscheidung. Zwei Wochen vor T\u00f6rnbeginn habe ich noch die Skipperhaftpflicht und den SMS-Wetterbenachrichtigungservice bei <a href=\"http:\/\/www.yacht-pool.ch\/skipper_haftpflicht.0.html\">Yachtpool<\/a> abgeschlossen sowie einige iPhone-Apps f\u00fcr das <a href=\"https:\/\/logbook-app.com\/logbook-app-iphone.html\">F\u00fchren des Logbuchs<\/a>, Ankeralarm und <a href=\"http:\/\/www.my-sea.com\">Revierf\u00fchrer<\/a> installiert. Dazu sp\u00e4ter mehr.<br \/>\nLeider fiel Markus krankheitsbedingt kurz vor dem T\u00f6rn aus \ud83d\ude41 , was meine Nervosit\u00e4t doch noch ein wenig steigerte. Ich hatte ein wenig darauf gebaut, mit ihm an Bord einen Ratgeber bei kniffligen Entscheidungen zu haben. Ich beruhigte mich aber damit, dass ich das auch alleine schaffe und die anderen sprachen mir auch nochmals ihr Vertrauen aus. Durch den Ausfall von Markus war aber die Untergrenze der Crewst\u00e4rke erreicht, mit der ich noch fahren wollte.<br \/>\nDann endlich hiess es &#8220;Jetzt geht&#8217;s los&#8221;. In aller Fr\u00fche mussten wir aufstehen und meine Frau brachte mich und meinen Sohn zum Flughafen, wo wir &#8220;just in time&#8221; ankamen und uns beeilen mussten das wir noch rechtzeitig zum Gate kommen. Und was passierte dann ausgerechnet? Genau, bei der Sicherheitskontrolle musste ich die Automatikweste meines Sohnes aus seinem Seesack ganz unten herausholen und zeigen. Aber schlussendlich waren wir rechtzeitig am Gate und durften uns auch noch an der Schlange anstellen. Am Flughafen warteten wir 40 Minuten auf die Ankunft von Matscher und einer weiteren Seglerin, die sich mit uns das Taxi teilen wollte und mit dem selben Flugzeug wie Matscher kam. Der Transfer vom Flughafen zur Marina in \u0160ibenik, der vom Vercharterer<br \/>\nMare-Yachting organisiert wurde, klappte ganz hervorragend, obwohl Peer die Kurvenfahrt ein wenig auf den Magen schlug. Wir kamen aber problemlos in der Marina an und der nette Taxifahrer bot uns sogar an unsere Eink\u00e4ufe kostenlos vom Einkaufszentrum bis zum Schiff zu fahren. Wir nutzten sein Angebot und versorgten uns, da wir durch unsere fr\u00fche Ankunft und der geplanten \u00dcbernahme des Schiffs gegen ca. 13:00 Uhr entsprechend Zeit zur Verf\u00fcgung hatten.<br \/>\nDann kam Ivan, der f\u00fcr die Schiffs\u00fcbergabe verantwortlich war und erkl\u00e4rte uns in z\u00fcgigem Tempo die wesentlichsten Punkte. Ich konnte auch meine Fragen stellen, aber meine Checkliste konnte ich nicht abarbeiten. Trotzdem hatte ich ein gutes Gef\u00fchl, dass das Schiff in Ordnung ist und ich alles Wesentliche wusste um das Schiff sicher zu f\u00fchren. Dann also Kojen beziehen, Lebensmittel und Getr\u00e4nke verstauen, Sicherheitseinweisung und klar machen zum auslaufen. Dadurch, dass Markus nicht mitgekommen war, hatte sich auch das Problem der Kojenzuteilung gel\u00f6st: jeder hatte eine Doppelkabine zur alleinigen Nutzung ausser Peer und ich. Wir schliefen in der Achterkabine auf der Steuerbordseite bei der Navigation.<br \/>\nAls erstes fuhren wir unter Motor in den Kanal und trainierten dort jeder das &#8220;Mann \u00fcber Bord&#8221;-Man\u00f6ver. Dann fuhren wir weiter den Kanal entlang bis zum See kurz vor Skradin. Dort wurde das erste Mal Segel gesetzt, aber der Wind war schon beim Abflauen und wir packten die Segel schnell wieder ein. Zumindest konnten wir dadurch Ivan&#8217;s Aussage \u00fcberpr\u00fcfen, dass die Segel in Ordnung seien. Die Crew wollte dann nicht nach Skradin und so fuhren wir zur\u00fcck in die Marina \u0160ibenik. Und nun kam die erste Bew\u00e4hrungsprobe f\u00fcr mich als Skipper: der erste Anleger des T\u00f6rn&#8217;s r\u00fcckw\u00e4rts an einen Fingersteg. Und siehe da, es klappte auf Anhieb. Das war ein gutes Gef\u00fchl und gab Selbstvertrauen. Das war dann schon das traditionelle Anlegerbier wert und danach machten wir uns landfein f\u00fcr das Restaurant in der Marina.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag verk\u00fcndete der SMS-Wetterbericht dann 5-6 Bft draussen auf der Adria, sodass wir beschlossen noch einmal den Kanal hinauf zufahren, diesmal aber in Skradin zu \u00fcbernachten. Nur unter Genua im ersten Reff konnten wir einen Grossteil des Kanals hinauf fahren und dann noch einmal auf dem See vor Skradin segeln. Ich hatte vorher den Hafenmeister in Skradin angerufen und uns angek\u00fcndigt. Dies war garnicht n\u00f6tig, da so fr\u00fch in der Saison noch gen\u00fcgend Pl\u00e4tze im Stadthafen frei waren. Diesmal war der Anleger nicht so einfach: wir hatten Seitenwind und die Crew kam mit der Mooringleine nicht auf Anhieb klar. Gl\u00fccklicherweise war in Lee viel Platz und nach dem der erste Anlauf missgl\u00fcckt war, ging es beim zweiten Mal schon besser. Dennoch hat es uns seitlich ganz sch\u00f6n vertrieben, aber mit Hilfe der Mooring und der Achterleine sowie des geduldigen Hafenmeisters konnten wir die Maria II verholen und sicher vert\u00e4uen. Wir suchten uns ein Restaurant und hatten Gl\u00fcck: es war ausgezeichnet und dazu auch noch g\u00fcnstig. Danach besuchten wir die Krka-Wasserf\u00e4lle und liessen den Abend ausklingen. Da die Wetterprognose immer noch Bora der St\u00e4rke 5-6 Bft vorhersagte, beratschlagten wir welches Ziel wir als n\u00e4chstes anlaufen sollten. Wir wollten &#8220;mal die Nase rauszustrecken&#8221; und wenn es ginge nach Murter in die Marina Hramina fahren. Unterwegs im Kanal kurz vor \u0160ibenik kam pl\u00f6tzlich die \u00d6ldruckwarnlampe des Motors. Also riefen wir Ivan an und fuhren wieder in die Marina, in deren N\u00e4he wir uns gl\u00fccklicherweise befanden. Nach Begutachtung des Mechanikers, beim dem der Alarm gl\u00fccklicherweise auch einmal auftrat, wurde das Problem auf einen altersschwachen Drucksensor geschoben und uns gesagt, wir k\u00f6nnten weiterfahren. Das taten wir auch und segelten mit gerefften Gross- und Vorsegel bei 5 Bft sicher nach Murter. Sp\u00e4ter kam dann ab und zu nochmals die \u00d6ldruckwarnlampe, welche ich durch Ver\u00e4nderung der Motordrehzahl wieder l\u00f6schen konnte. Kurz vor Murter hatte der Wind dann noch ein wenig zugelegt und es pfiff ganz ordentlich in der Takelage. Auch in der Marina Hramina in Murter gestaltet sich der Anleger nicht ganz so einfach. Ich musste wieder ein zweites Mal ansetzen und dann passierte mir auch noch ein Fehler. Ich hatte den R\u00fcckw\u00e4rtsgang nicht richtig ausgekuppelt und wollte daher aufstoppen, aber statt vorw\u00e4rts Gas zu geben legte ich den Gashebel in die falsche Richtung um;\u00a0ich stand falsch herum. Gl\u00fccklicherweise hatten wir zwei grosse Kugelfender hinten ausgebracht, die das Schiff abfederten. Das war schon ein grosser Schreck und ich \u00e4rgerte mich \u00fcber diesen bl\u00f6dsinnigen Fehler. Es war ja gl\u00fccklicherweise nichts passiert und die Crew sah das garnicht als Anf\u00e4ngerfehler oder Unerfahrenheit. F\u00fcr mich war es aber ein Wink, mich besser zu konzentrieren! Am Abend gingen wir dann in Murter in die Konoba Boba, wo wir wieder sehr gut verpflegt wurden.<br \/>\nAls wir am n\u00e4chsten Morgen auslaufen wollten, startete pl\u00f6tzlich der Motor nicht mehr. Also wieder Ivan angerufen und der organisierte einen Mechaniker, da er selbst mit dem Boot unterwegs war. Das dauerte leider ganz sch\u00f6n lange und die Diagnose war dann, dass die Starterbatterie des Motors tot war. Der Mechaniker \u00fcberbr\u00fcckte die Kontakte der Starterbatterie mit der Versorgerbatterie und der Motor startete wieder. So aber wollte ich und auch die anderen nicht rausfahren. Es wehte immer noch stark und ich musste mich auf die Maschine verlassen k\u00f6nnen. Zum Beispiel beim Kurshalten w\u00e4hrend des Reffens oder beim Anlegeman\u00f6ver. Also wieder Ivan angerufen und der schickte uns dann einen Mechaniker aus \u0160ibenik mit einer neuen Batterie. Dies dauert nochmals lange, sodass wir erst um 15:00 Uhr die Marina verlassen konnten. Wir beschlossen in den Nationalpark Kornati zu fahren und bekamen vom Mechaniker noch den Tipp, die Konoba \u017dakan anzulaufen, da diese gut gesch\u00fctzt sei. Mit relaxten Amwindkurs bis Raumwind kamen wir an der S\u00fcdspitze der Insel Kornat an und liessen die Konoba Opat an Steuerbord liegen und kamen dann zur wundersch\u00f6nen Konoba \u017dakan. Wir konnten l\u00e4ngsseits am Steg festmachten und ich konnte ein Bilderbuchman\u00f6ver fahren. Es war inzwischen abgeflaut und ein warmes Licht liess die Insel mit dem Restaurant erstrahlen. Das Wasser war t\u00fcrkisgr\u00fcn und klar und verf\u00fchrte die Crew zum Baden. Und das bei nur 14\u00b0C Wassertemperatur. Eindeutig zu kalt f\u00fcr meinen Geschmack, aber den anderen scheint das kurze Vergn\u00fcgen Freude bereitet zu haben. Dann, wie es so Usus ist wenn man an einer Konoba kostenlos liegen darf, sind wir im \u017dakan Essen gegangen und haben noch das Championsleague Fussballspiel im Fernsehen geschaut.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen dann sollte das Ziel die Tela\u0161\u0107ica Bucht der Insel Dugi Otok im Norden von Kornat sein. Wieder hatten wir eine kr\u00e4ftige Bora und ca. 1.5m Welle und bei der Ausfahrt fielen ein paar kr\u00e4ftige Fallb\u00f6en ein. Eine davon riss mir sogar die M\u00fctze vom Kopf, aber ein &#8220;M\u00fctze \u00fcber Bord&#8221;-Man\u00f6ver schien mir unter diesen Umst\u00e4nden als zu aufwendig. Wir mussten gegenan kreuzen und hart am Wind stampfte das Boot kr\u00e4ftig in den Wellen. Also fuhren wir nicht ganz so hart und mussten auch unterwegs reffen. Zwischenzeitlich hat wir mehr als 30 kn Wind, Windst\u00e4rke 7! Matscher wollte uns mit &#8220;Schnittchen&#8221; versorgen, musste dies aber wegen \u00dcbelkeit unterbrechen. Gl\u00fccklicherweise verschwand die \u00dcbelkeit wieder rasch, nachdem er die Fische gef\u00fcttert hatte. Da wir fr\u00fch aufgebrochen waren und mit dem starken Wind gut Fahrt machen konnten, waren wir fr\u00fchzeitig in der Bucht und machten an einer Boje fest. Anschliessend sind wir mit dem Dinghi, und zur Freude von Peer mit Aussenborder, ans Land gefahren. Die dortigen Konobas waren noch geschlossen aber das Toilettenh\u00e4uschen konnten wir benutzen. Auf Dugi Otok wollten wir uns den Salzsee, an dessen Ufer angeblich &#8220;Der Schatz im Silbersee&#8221; gedreht worden sein soll und die Steilk\u00fcste anschauen. Wir umwanderten den See und besichtigten die Klippen; ein fantastisches Naturerlebnis aber dieser Silbersee hat nichts mit Winnetou zu tun. Wir kochten das erste und einzigste Mal an Bord und schliefen bei absoluter Ruhe in der Bucht.<br \/>\nNun war es an der Zeit wieder den R\u00fcckweg anzutreten. Wir beschlossen in Richtung der Insel Murter zu fahren, diesmal aber in den S\u00fcdteil der Insel, wenn es der Wind zul\u00e4sst. Wir passierten die Vela Proversa unter Motor und setzen danach die Segel. Zum ersten Mal hatten wir nur leichten, stark schrallenden Wind. Zwischenzeitlich gab ich schon unser Ziel S\u00fcdmurter auf und dachte daran noch einmal die Marina Hramina anzulaufen. Doch dann frischte es auf und wir kamen z\u00fcgig voran. Wir erreichten das sch\u00f6ne Fischerdorf Jezera, wo wir in der ACI Marina \u00fcbernachteten und das kulinarische Highlight der Reise in der Konoba Boris hatten.<br \/>\nNun waren wir schon weit s\u00fcdlich und nicht mehr weit vom Ausgangshafen entfernt, sodass wir beschlossen eine grosse Schleife um die Insel Zirje herum zu machen und dann nach \u0160ibenik zu fahren. Wir hatten pr\u00e4chtiges Wetter und nicht ganz so starken Wind und es wurde fast noch ein bisschen sp\u00e4t als wir getankt hatten und wieder im Hafen waren; die Zeit voll ausgenutzt.<\/p>\n<p>Unser Track als Aufzeichnung aus der Logbook-App:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/d\/embed?mid=1IF5T1wq62RosLF1R9iUIuV6NnX0\">Kornatent\u00f6rn 2016 Elan 434 Impression &#8220;Maria II&#8221;<\/a><\/p>\n<p>Diesen Track musste ich noch nachbearbeiten, da einige GPS-Positionen viel zu ungenau waren und teilweise sogar auf Land lagen. Die App ist zwar ganz nett, aber ich hatte einige Problem mit dem Upload der Daten und eben die Genauigkeit der GPS-Daten k\u00f6nnte besser sein. Ich habe mich bewusst entschieden nicht das kontinuierliche Tracking zu verwenden und stattdessen nur die Man\u00f6ver und Kurs\u00e4nderungen analog einem klassischen Logbuchs zu f\u00fchren. Das f\u00fchrte aber auch dazu, dass einige Eintragungen vergessen wurden oder zu sp\u00e4t eingetragen sind. Das Programm ist gut, hat aber noch Verbesserungspotenzial. Die App mySea habe ich als sehr gelungen empfunden. Es macht Spass damit zu recherchieren und es hat viele wichtige Informationen, wie zum Beispiel Telefonnummern der Hafenmeister, Restaurantempfehlung und Liegegeb\u00fchren. Die App Ankeralarm habe ich schlussendlich nicht gebraucht, da wir den Anker kein einziges Mal fallen lassen haben.<\/p>\n<p>Insgesamt war das ein gelungener T\u00f6rn und alle waren zufrieden und haben bekundet nochmals mitkommen zu wollen. Was den Skipper nat\u00fcrlich freut. Das Schiff war trotz der Probleme soweit in Ordnung und liess sich bei den seglerisch anspruchsvollen Bedingungen sicher f\u00fchren. Und auch mein Sohn fand es toll, auch wenn ich manchmal dachte, dass er sich langweilt. Aber er konnte die Yacht mal steuern, Dinghi fahren, die Fender ausbringen und verstauen, an der Winsch kurbeln, Angeln und mit seinem Vater zusammen sein.<br \/>\nIch freue mich schon jetzt auf meinen n\u00e4chsten T\u00f6rn als Skipper!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein erster T\u00f6rn als Skipper \ud83d\ude42 Nach nun mehreren Jahren als Mitsegler mit SKS-Schein habe ich mich dieses Jahr entschlossen selbst zu skippern. Hintergrund dieser Entscheidung war, dass ich die letzten beiden T\u00f6rns kaum zum Lernen und Vervollkommnen meiner F\u00e4higkeiten bei der Schiffsf\u00fchrung nutzen konnte. 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